Bei unrast:
IntroAnalyse in emanzipatorischer Intention
Viel wird diskutiert über die neue Phase des weltkapitalistischen Systems und die Rolle der USA in dieser neuen Phase. Die modernen Stichworte lauten z. B. „Empire“ (Negri / Hardt), Auflösung der Nationalstaaten und „ideeller Gesamtimperialismus“ (Kurz). Ohne diese wichtigen Debatten und die darin enthaltene Suche nach den Wegen für eine lebenswerte Zukunft unserer Welt je zu ignorieren, konzentriert sich das Buch auf eine fakten- und aspektreiche Analyse der verschiedenen Ebenen der mehrschichtigen Beziehung zwischen den USA und dem Nahen Osten. Die Geschichte der militärischen, ökonomischen und kulturellen US-Präsenz im Nahen Osten wird ebenso behandelt wie die Gegenwart der heutigen US-Strategien. Zahlreiche Länderanalysen gehen den Spuren der US-Beziehung zur Region genau nach. Der politische Islamismus in seiner vielfältigen Erscheinung bildet gemeinsam mit den islamisch-konservativen Regimevorstellungen der regionalen Herrschenden einen weiteren Schwerpunkt des Buches, wobei stets der Bezug zu den USA im Blick behalten wird. Lesenswert wird das mit Hilfe von mehreren Autoren verfasste Buch zudem durch die kenntnisreichen Betrachtungen zur medialen Präsentation der „islamischen Frau“ und des „Nahen Ostens“ im „Westen“. Kurzum: Eine historisch kenntnisreiche und politisch gegenwartsbezogene Analyse in emanzipatorischer Intention.
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