>>Ob sich Ungehorsam nun als „Imperativ“ äußert, der Verweigerung und Bruch in sich vereint, oder als ästhetische, körperliche und mediale Praxis, um bestehende gesellschaftliche Verhältnisse zu visualisieren und konterkarieren, nicht alles tun ist ein stringenter Beitrag zur Diskussion von Kunst als Medium politischen Handelns und Medien als politisches Betätigungsfeld. Mit einem historischen Überblick über soziale Bewegungen und deren Transfer in das System Kunst, wird klar, dass Widerständigkeit nur als eine „Mikropolitik“ politisch-ästhetischen Handelns und nur im jeweiligen Handlungskontext der Protagonisten betrachtet werden kann. Genauso „konkret, situativ und relational“ wie also der Charakter zivilen und sozialen Ungehorsams dargestellt wird, liest sich auch der Sammelband und Ausstellungskatalog.<<
Auszug aus der Rezension von Franz Thalmair in:
derStandard.at, online-Ausgabe, 04. August 2008.
Zurück zum Titel Jens Kastner, Bettina Spörr (Hg.)
»nicht alles tun« Ziviler und Sozialer Ungehorsam an den Schnittstellen von Kunst, radikaler Politik und Technologie
Mit zahlreichen farbigen Abbildungen
ISBN 978-3-89771-481-6 | 195 S. | 16 EUR [D]