Cover in groß "»Autonome Nationalisten«"
Jürgen Peters & Christoph Schulze (Hg.)

»Autonome Nationalisten«

Die Modernisierung neofaschistischer Jugendkultur


ISBN: 978-3-89771-101-3
Ausstattung: br., 72 Seiten
Preis: 7.80 Euro

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Ein »Schwarzer Block«, Basecaps, dunkle Kleidung und Parolen wie »Fight the system!« – die Verwirrung ist groß, seitdem vor einigen Jahren erstmals »Autonome Nationalisten« (AN) auf Neonazi-Aufmärschen zu beobachten waren. Es handelt sich um eine Strömung in der militanten Neonaziszene, die sich diverser Symbole, Codes und Sprachformen bedient, die bisher in der Linken verortet waren.

Was hat es nun auf sich mit den AN? Haben wir es mit verkleideten Neonazis oder mit einer neuen Form extrem rechter Jugendkultur zu tun? Ist die Herausbildung der AN gewinnbringend für die extreme Rechte oder führt sie zu weiteren Konflikten? Funktioniert der Stilwandel tatsächlich reibungslos? Stellen die »Autonomen Nationalisten« eine neue Gefahr dar?
Was lässt sich aus der Enteignung der Form politischer Inszenierung lernen?

Das Buch nimmt Entstehungsgeschichte, Ideologie, politische Praxis, Habitus und Selbstverständnis der AN unter die Lupe und beleuchtet ihr Verhältnis zu anderen Organisationen der extremen Rechten.

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Übersicht zum Inhalt

Einleitung

Rezensionen
"Den ... Autoren gelingt es überraschenderweise tatsächlich, kurz und knapp ein für den Buchumfang erstaunlich umfassendes Bild zu den Entwicklungen in Deutschland zu zeichnen." Sebastian Friedrich auf stattweb.de – Stattzeitung für Südbaden im Internet - vom 11.11.09

Autonome Nationalisten sind eine strategisch-aktionistische Neuerung im Rechtsextremismus. Ihr Ziel ist es, neonationalsozialistischen Politikideologemen außerhalb der bisherigen Grenzen Gehör zu verschaffen. Die AN stellen, so die Verfasser des sehr lesenswerten Sammelbandes, „eine moderne Variante eines faschistischen Vergemeinschaftsangebotes dar, dessen habituelle und aktionistische Praxis dem historischen Vorbild des NS nicht unähnlich ist.“ Den Autoren ist deshalb zuzustimmen, dass Autonome Nationalisten nicht nur eine „politische Herausforderung für eine emanzipatorische Jugendarbeit“ sind, sondern im Hinblick auf die eigene Wirkungsmacht eine ästhetisch-kommunikative.“
Neonazis im „schwarzen Block“ Die Autonomen Nationalisten
von Anton Maegerle, vorwärts.de

Rezension von Christian Hartmann. Radio Z, 3.12.09

»Die AN verkörpern mit ihren popkulturellen Attitüden ein niedrigschwelliges Angebot, dessen Attraktivität im Eventcharakter und in der Radikalität seines faschistischen Gemeinschaftsangebotes liegt«, so die Herausgeber, denen es gelungen ist, einen höchst informativen Überblick über Entstehungsgeschichte, Ideologie, politische Praxis, Habitus und Selbstverständnis der AN zu geben. Das macht das Buch zu einer Grundlagenlektüre für jeden Antifaschisten.
Grundlagenliteratur: Was sind »autonome Nationalisten«? Rezension von Markus Bernhardt in der jungen welt vom 4.1.2020.[Im Unrast Blog]

"Denn der Überblick, den insgesamt sieben Journalisten, Politikwissenschaftler und Sozialpädagogen über die Szene der Autonomen NationalistInnen bieten, ist umfassend, spannend und zeugt von viel Ahnung."
Aus der Rezension von Julia Groth in: philtrat nr. 93 - dezember 2009.

"Neben den Kameradschaften stellen die "Autonomen Nationalisten" eine relativ neue Organisationsform des Neonazismus dar. Beiden gemeinsam ist das martialische Auftreten bei Demonstrationen und Kundgebungen. Die Autoren (...) bemühen sich, die Hintergründe dieser doch sehr diffusen Bewegung aufzuklären. So ist keineswegs ausgemacht, ob es sich hier um einen kurzlebigen Modetrend, rechter Hardcore als Lifestyle, oder um eine ernstzunehmende neue neonazistische Szene handelt. Das schmale Bändchen tut dort sicherlich gute Dienste, wo eine öffentliche Auseinandersetzung geführt wird." LK/NORH: Dudeck. ekz-Publikation ID bzw. IN 02/10 bzw. IN 02/10

"Das vorliegende kleine Buch gibt erstmals einen umfassenden Einblick in diese neue rechtsextreme Jugendszene" Rezension von Dr. Roman Schweidlenka. Print: Contraste 2/2010

Radio Z - Gespräch mit Christoph Schulze

Aus der Rubrik: Politik - Antifaschismus