
Am Zigeunerstereotyp ist über Jahrhunderte gearbeitet worden. Seine zentralen Elemente werden bis heute fortgeschrieben. In der Sprache des alltäglichen Rassismus lassen sie sich mit drei Adjektiven bündeln:
Zigeuner sind fremd, faul und frei.
Diese Vorurteile transportieren einen komplexen ideologischen Zusammenhang. Er unterstellt der Figur des Zigeuners ethnische, soziale und romantische Eigenschaften.
Die Beiträge dieses Bandes untersuchen diesen Zusammenhang.
Wulf D. Hund
Romantischer Rassismus Zur Funktion des Zigeunerstereotyps
Sören Niemann
Eine nomadische Kultur der Freiheit Vom Traum der Tsiganologie
Mona Annette Schieren
„Die melancholische Faszination der fremden Rasse" Otto Muellers Zigeunerbilder in der Rezeption
Mamo Baran
Vom Nomadenvolk zur ethnischen Minderheit Das Zigeunerstereotyp in den Debatten des Landtags von Schleswig-Holstein
Ulrich Woiff
Die Romafrage Presseberichterstattung und Zigeunerstereotyp
Kurosch Sadjadi-Nasab
Rassismus in Disneyland Esmeralda und die Vermarktung des Zigeunerstereotyps
Andreas Speit
Der ewige Zigeuner Esoterik zwischen Zigeunermagie und Zivilisationskritik
Dirk Gabler
Der Geschmack der Freiheit Vom Igelbraten zum Zigeunerschnitzel