
Seit den 80er Jahren wird darüber diskutiert, was passieren muss, wenn ArbeitsmigrantInnen ins Rentenalter kommen. Die Probleme, die für die Betroffenen, die Gesellschaft und die Einrichtungen der Altenhilfe entstehen, sind prognostiziert und es herrscht weitgehend Konsens über einen entsprechenden Handlungsbedarf.
So haben sich Verantwortliche in politischen Institutionen, Wohlfahrtsverbänden und auch der Forschung damit beschäftigt, wie Angebote der Altenhilfe dieser Situation gerecht werden können und wie sich die Bedürfnisse von älteren MigrantInnen in die bestehenden Strukturen einpassen lassen.
Dazu wurden eine Reihe von Modellversuchen installiert, in denen neue Wege einer für MigrantInnen offenen oder speziell auf sie bezogenen Altenhilfe erkundet wurden. Ihre Erfahrungen und Ergebnisse sind jedoch bisher kaum veröffentlicht, wichtiges Know-how geht so verloren.
Dieses Buch dokumentiert die in solchen Projekten gefundenen Antworten, ordnet sie ein, und macht sie für die Praxis zugänglich. Es enthält Beispiele erfolgreicher Praxis und Reflexionen der damit zusammenhängenden Probleme.